Werkstattschaden

Wird ein Kfz in einer Werkstatt repariert, hat der Kunde Anspruch auf eine mangelfreie Reparatur, § 633 Abs. 1 BGB. Ist die Reparatur mangelhaft, wurde also nicht wie vereinbart durchgeführt, stehen dem Besteller verschiedene Rechte zu, § 634 BGB.

Vorrang hat die Nacherfüllung (§ 635 BGB): Die Werkstatt muss das Kfz innerhalb einer angemessenen Frist so reparieren, dass der Mangel behoben wird. Die Kosten, insbesondere Transport, Arbeits- und Materialkosten hat die Werkstatt dabei selbst zu tragen.

Schlägt die Nacherfüllung mehrmals fehl oder wird sie zu Unrecht verweigert, kann der Kunde die Reparatur selbst vornehmen, § 637 BGB. Dies beinhaltet auch die Möglichkeit, die Reparatur von einer anderen Werkstatt durchführen zu lassen. Darüber hinaus steht dem Kunden in diesem Fall auch ein Rücktritts- (§ 636 BGB) oder Minderungsrecht (§ 638 BGB) zu.

Schadensersatzansprüche gegen die Werkstatt bestehen nur, wenn diese schuldhaft gehandelt hat. Im Regelfall sehen die allgemeinen Geschäftsbedingungen der Werkstatt vor, dass eine Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen ist. Ein Haftungsausschluss ist jedoch unwirksam, wenn die Werkstatt Mängel arglistig verschweigt, § 639 BGB.

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