Umweltplakette / Umweltzone

In Deutschland wurden seit 2008 in über 50 Städten und Regionen Umweltzonen zur Reduzierung der Stickstoffoxid- und Feinstaubbelastung eingeführt. Diese dürfen ohne die passende Umweltplakette (auch: Feinstaubplakette) nicht befahren werden.

Das Kfz wird anhand seiner Emissionswerte in eine Schadstoffgruppe eingeteilt und erhält auf dieser Grundlage entweder keine, eine rote, eine gelbe oder eine grüne Umweltplakette. Die Plakette kann von der Zulassungsbehörde, technischen Dienstleistern wie TÜV und DEKRA oder zur Abgasuntersuchung berechtigten Werkstätten ausgestellt werden. Die Plakette muss gut sichtbar am rechten Rand der Windschutzscheibe angebracht werden.

Vorgesehen war ein Stufenplan, der das Fahrverbot schrittweise zunächst auf Kfz ohne Plakette, dann auf rote Plaketten und schließlich auf gelbe Umweltplaketten ausweitete. Heute dürfen sämtliche Umweltzonen (mit wenigen Ausnahmen) nur noch mit grüner Plakette befahren werden.

Diskutiert wird die Einführung einer blauen Plakette. Da dies aber einem faktischen Fahrverbot für einen Großteil der zugelassenen älteren Dieselfahrzeuge gleichkäme, stößt dieser Vorschlag auf großen Widerstand.

Das Befahren einer Umweltzone ohne gültige Umweltplakette hat ein Bußgeld von 80 Euro zur Folge.

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