Rotlichtverstoß

Ein Rotlichtverstoß liegt vor, wenn eine rotes Haltesignal missachtet wird, § 37 StVO. Unterschieden wird zwischen einem einfachen und einem qualifizierten Rotlichtverstoß.

Ein einfacher Rotlichtverstoß liegt vor, wenn die Ampel beim Überqueren weniger als eine Sekunde lang Rot gezeigt hat. Das Bußgeld beträgt in diesem Fall 90 Euro. Dazu wird ein Punkt im Fahreignungsregister („in Flensburg“) erteilt. Wurden durch den Rotlichtverstoß andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, erhöht sich das Bußgeld auf 200 Euro, außerdem werden zwei Punkte erteilt. Wurde zudem im Zusammenhang mit dem Verstoß eine Sachbeschädigung begangen, beträgt das Bußgeld 240 Euro. Außerdem werden zwei Punkte fällig. Im Falle einer Gefährdung und/oder Sachbeschädigung wird zudem ein einmonatiges Fahrverbot verhängt.

War die Ampel zum Zeitpunkt des Verstoßes bereits mehr als eine Sekunde lang rot, liegt ein qualifizierter Rotlichtverstoß vor. Dieser hat ein Bußgeld von 200 Euro zur Folge. Lag zudem eine Gefährdung Dritter vor, beträgt die Geldbuße 320 Euro, im Falle einer Sachbeschädigung müssen 360 Euro gezahlt werden. Jeder qualifizierte Rotlichtverstoß hat zwei Punkte im Fahreignungsregister sowie ein Fahrverbot von einem Monat zur Folge.

Rotlichtverstöße können auch durch Fußgänger oder Radfahrer begangen werden. Für Fußgänger beträgt das Bußgeld 5 Euro, kommt es zu einem Unfall, sind es 10 Euro. Radfahrer, die eine rote Ampel überqueren, müssen eine Geldbuße in Höhe von 45 Euro bezahlen. Zudem erhalten sie einen Punkt im Fahreignungsregister.

zurück zum Wörterbuch