Rechtsfahrgebot

Das Rechtsfahrgebot besagt, dass möglichst weit rechts zu fahren ist, § 2 Abs. 2 StVO. Die Vorschrift stellt klar, dass dies nicht nur bei Gegenverkehr, beim Überholen, an Kuppen, in Kurven oder bei Unübersichtlichkeit, sondern stets gilt.

„Möglichst weit rechts“ bedeutet dabei nicht, dass direkt am äußersten Fahrbahnrand gefahren werden soll. Empfohlen wird ein Abstand von einem Meter.

Auf Fahrbahnen mit mehreren Fahrstreifen darf vom Rechtsfahrgebot abgewichen werden, wenn die Verkehrsdichte dies rechtfertigt, § 7 Abs. 1 StVO. Innerhalb geschlossener Ortschaften dürfen Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von bis zu 3,5 t den Fahrstreifen frei wählen. Das Rechtsfahrgebot gilt dann somit nicht, § 7 Abs. 3 StVO.

Verstöße gegen das Rechtsfahrgebot sind nur bußgeldbewehrt, wenn dadurch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden. Das Bußgeld beträgt 80 Euro, zudem wird ein Punkt im Fahreignungsregister erteilt.

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