Probezeit Führerschein

Die Probezeit nach Erlangung des Führerscheins heisst im Gesetz „Fahrerlaubnis auf Probe“. Sie ist in § 2a Abs.1 Straßenverkehrsgesetz (StVG) geregelt. Dort heisst es:

„Bei erstmaligem Erwerb einer Fahrerlaubnis wird diese auf Probe erteilt; die Probezeit dauert zwei Jahre vom Zeitpunkt der Erteilung an.“

In der Probezeit herrschen verschärfte Regeln. Hierbei kommt es darauf an, ob ein Verstoß nach Kategorie A (Schwerwiegende Zuwiderhandlungen) oder nach Kategorie B (weniger schwerwiegende Zuwiderhandlungen) begangen wurde. Die Probezeit kann sich bei bestimmten Verstößen verlängern, es kann eine Teilnahmepflicht an einem besonderen Aufbauseminar für Fahranfänger angeordnet werden oder, bei besonders schweren Verstößen, kann sogar der Führerschein entzogen werden. Weitere Informationen dazu finden Sie hier: Bußgeldkatalog Führerschein Probezeit

Die Probezeit beginnt mit dem Erwerb der Fahrerlaubnis. Diese Regelung bezieht sich auf alle Klassen, außer die Fahrerlaubnisklassen AM, L und T. Ein Führerschein Klasse A1 (Leichtkrafträder) reicht also zum Beispiel aus um die Probezeit zu starten. Da man diesen Führerschein bereits im Alter von 16 Jahren erlangen kann, ist die zweijährige Probezeit im Normalfall mit dem 18ten Lebensjahr vorbei, auch wenn beispielsweise erst danach ein Führerschein für KfZ gemacht wird. Es beginnt dann für den Führerscheininhaber keine neue Probezeit zu laufen.

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