Personenschaden Verkehrsunfall

Kommt es zu einem Verkehrsunfall mit Personenschaden, muss die Haftpflichtversicherung des Schädigers dem Geschädigten (neben dem reinen Sachschaden) folgende Kosten erstatten:

  • Heilbehandlungskosten, soweit diese nicht durch die Krankenversicherung des Geschädigten übernommen werden. Dazu zählen auch die Kosten für Rehabilitationsmaßnahmen
  • Verdienstausfall, wenn der Geschädigte für mehr als sechs Wochen arbeitsunfähig ist (davor zahlt der Arbeitgeber Krankengeld)
  • Haushaltsführungsschaden, z.B. die Kosten für eine Haushaltshilfe, wenn die Tätigkeit des Geschädigten in der Betreuung einer größeren Familie besteht
  • Rente, wenn lebenslange Berufsunfähigkeit verursacht wird
  • Beerdigungskosten, wenn ein Unfall mit tödlichem Ausgang vorliegt.

Darüber hinaus hat der Geschädigte Anspruch auf ein angemessenes Schmerzensgeld, § 253 Abs. 2 BGB. Dieses dient zum einen dem Schadensausgleich, zum anderen der Genugtuung des Opfers. Die Höhe des Schmerzensgeldes wird im Einzelfall durch den Richter bestimmt. Kritikern, die dabei berücksichtigt werden, sind:

  • Verschulden des Schädigers (Vorsatz, Fahrlässigkeit)
  • Intensität der Schmerzen, Umfang der Verletzungen (Notwendigkeit einer Operation)
  • Folgeschäden
  • Vermögensverhältnisse der Beteiligten (Schädiger und Geschädigter)
  • Mitverschulden des Geschädigten

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