Mietwagen nach Unfall

Kann der Geschädigte sein Kfz infolge eines Unfalls nicht mehr benutzen, muss die gegnerische Haftpflichtversicherung die Kosten für einen Mietwagen übernehmen. Dies gilt jedenfalls dann, wenn der Geschädigte täglich mehr als 30 km mit dem Auto zurücklegen muss. Unter dieser Geringfügigkeitsgrenze besteht kein Anspruch auf Ersatz der Kosten für einen Mietwagen, dennoch kann ein finanzieller Mehraufwand geltend gemacht werden.

Ersatzfähig sind nur die Kosten für einen Mietwagen, dessen Klasse der des beschädigten Kfz entspricht.

Im Regelfall müssen die Kosten für einen Mietwagen nicht vorgestreckt werden, da sich die Autovermietung mit der gegnerischen Haftpflichtversicherung in Verbindung setzt.

Der Mietwagen darf solange genutzt werden, wie die Reparatur des eigenen Fahrzeugs andauert.

Um die Kosten nicht (teilweise) selbst tragen zu müssen, muss der Geschädigte die Dauer des Nutzungsausfalls anhand der Werkstattrechnung belegen können.

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