Fahreignungsregister (FAER)

Im Fahreignungsregister (Kurzform: FAER, ehemals Verkehrszentralregister genannt) werden Informationen von Verkehrsteilnehmern gesammelt, die im Straßenverkehr auffällig geworden sind, § 28 StVG. Das Fahreignungsregister wird vom Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg geführt („Punkte in Flensburg“).

Gespeichert werden Daten über

  • Entscheidungen der Fahrerlaubnisbehörden, welche die Entziehung, Versagung oder Neuerteilung der Fahrerlaubnis zum Inhalt hatten
  • Entscheidungen über Ordnungswidrigkeiten, die in Anlage 13 zu § 40 FeV aufgeführt sind (bspw. Kfz mit BAK von 0,25 Promille und mehr geführt, Sicherheitsabstand nicht eingehalten, an Kfz-Rennen teilgenommen) und für die ein Bußgeld von mindestens 60 Euro verhängt wurde
  • Entscheidungen von Strafgerichten über Straftaten, die in Anlage 13 zu § 40 FeV aufgeführt sind (bspw. Fahrlässige Tötung, Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, Unterlassene Hilfeleistung).

Die eingetragenen Entscheidungen werden je nach Schwere mit einem bis drei Punkten bewertet. Die Tilgungsfristen bestimmen sich ebenfalls nach der Schwere und reichen von zweieinhalb Jahren für Ordnungswidrigkeiten, die mit einem Punkt geahndet wurden bis zu zehn Jahren für Straftaten, die zu einer Entziehung der Fahrerlaubnis führten.

Im Fahreignungsregister können bis zu acht Punkte angesammelt werden. Bei vier Punkten erhält der Verkehrssünder eine schriftliche kostenpflichtige Ermahnung. Bei sechs Punkten folgt eine Verwarnung, welche ebenfalls kostenpflichtig ist. Zudem wird dem Betroffenen die Teilnahme an einem Fahreignungsseminar nahegelegt. Werden acht Punkte erreicht, erfolgt die Entziehung der Fahrerlaubnis.

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