Entziehung der Fahrerlaubnis

Mit der Entziehung der Fahrerlaubnis erlischt die Fahrerlaubnis endgültig. Diese Maßnahme dient dem Schutz der Allgemeinheit vor Personen, die ungeeignet sind, ein Kraftfahrzeug zu führen, § 3 Abs. 1 StVG.

Körperliche, geistige und charakterliche Mängel können die Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeugs entfallen lassen. Beispiele für körperliche Mängel sind eine Sehschwäche oder Ohnmachtsanfälle, geistige Mängel können durch organische Geisteskrankheiten oder Nervenleiden begründet sein. Charakterliche Mängel, die zur Entziehung der Fahrerlaubnis führen können sind erhebliche und/oder wiederholte Verstöße gegen Verkehrsvorschriften sowie das Fahren unter Einfluss von Alkohol oder Drogen.

Auch wer mehr als 8 Punkte im Fahreignungsregister („in Flensburg“) sammelt, ist ungeeignet im Sinne der Vorschrift.

Abzugrenzen ist die Entziehung der Fahrerlaubnis vom Fahrverbot, welches die nur vorübergehende Entziehung des Führerscheins zur Folge hat, § 25 StVG. Das Fahrverbot dient lediglich als „Denkzettel“ bei groben Verkehrsverstößen.

Wurde eine Sperrfrist angeordnet kann die Fahrerlaubnis mit Ablauf dieses Zeitraums neu erteilt werden. Eine erneute Fahrerlaubnisprüfung ist dafür im Regelfall nicht erforderlich. Die Entziehung der Fahrerlaubnis kann auch für immer angeordnet werden, § 69 StGB.

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