Beamtenbeleidigung

Unter einer Beamtenbeleidigung versteht man die Beleidigung (Kränkung und Herabwürdigung einer Person durch eine Aussage, § 185 StGB) eines Beamten bzw. einer Beamtin. Im Verkehrsrecht ist damit häufig ein Polizeibeamter oder ein Beamter des Ordnungsamtes gemeint.

Fälschlicherweise wird oft angenommen, dass die Beamtenbeleidigung ein gesetzlicher Spezialfall der Beleidigung ist. Dies ist aber nicht so. Deswegen wird die Beleidigung eines Beamten auch nicht härter bestraft, als eine „normale“ Beleidigung.

Ein Unterschied besteht aber in der Strafverfolgung. Die „normale“ Beleidigung wird nur auf Antrag des Beleidigten verfolgt. Die Beamtenbeleidigung kann auch auf Antrag des Dienstherren des beleidigten Beamten bzw. der beleidigten Beamtin hin erfolgen, § 194 Abs. 3 StGB

Üblicherweise wird die Beamtenbeleidigung mit einer Geldstrafe bestraft.

Hier sehen Sie Beispiele aus Urteilen, bei denen ein Beamter bzw. eine Beamtin beleidigt und eine Geldstrafe festgesetzt wurde:

Zunge rausstrecken = 150 €EUR
Dumme Kuh = 300 EUR bis 800 EUR €
Wegelagerer = 450 EUR €
Du blödes Schwein = 475 EUR €
Duzen eines Polizisten = 600 EUR €
Vogel zeigen = 750 EUR €
Hand vor dem Gesicht wedeln, Scheibenwischer = 1000 EUR €
Wichser = 1000 EUR €
Schlampe = 1900 EUR €
Alte Sau = 2500 EUR €
Mittelfinger zeigen = 4000 EUR €
Beschimpfung und Ohrfeige (tätliche Beleidigung) = 6000 EUR €

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