Autounfall Versicherung

Kommt es zu einem Autounfall, muss sich der Geschädigte mit der Haftpflichtversicherung des Unfallgegners in Verbindung setzen. Dies sollte innerhalb von zwei Wochen geschehen. Sind dem Geschädigten die Versicherungsdaten des Unfallgegners nicht bekannt, können diese anhand des Kfz-Kennzeichens über den Zentralruf der Autoversicherer ermittelt werden, § 8a PflVG. Die Haftpflichtversicherung der Gegenseite wird versuchen, den Schaden so kostengünstig wie möglich zu regulieren. Daher sollte nicht ohne Anwalt und selbst beauftragte Sachverständige verhandelt werden. Bei einem unverschuldeten Unfall werden die angefallenen Anwalts- und Gutachterkosten von der Gegenseite erstattet.

Bei einem (auch teilweise) selbstverschuldeten Unfall muss auch die eigene Kfz-Haftpflichtversicherung über den Schaden informiert werden, da Forderungen der Gegenseite zu erwarten sind.

Die eigene Kaskoversicherung sollte über einen Unfall informiert, aber nur in Anspruch genommen werden, wenn der Schaden mindestens teilweise selbst verursacht ist. Ansonsten wird riskiert, dass die Gegenseite nicht für die Höhenstufung aufkommen muss.

Handelt es sich bei dem Autounfall um einen Arbeitsunfall (dazu zählen auch Unfälle auf den Arbeitswegen), ist der Arbeitgeber unverzüglich zu informieren. Dieser muss den Unfall dann innerhalb von drei Tagen der Unfallversicherung melden, § 193 SGB VI.

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