Aufbauseminar für Fahranfänger (ASF)

Ein Aufbauseminar für Fahranfänger (ASF) wird durch die Fahrerlaubnisbehörde angeordnet, wenn ein Fahranfänger innerhalb der Probezeit gegen bestimmte Verkehrsvorschriften verstößt.

Zweck des Aufbauseminars ist es, den Fahranfänger durch Gruppengespräche und eine Fahrprobe zu einer risikobewussteren Fahrweise zu bewegen.

Unterschieden wird bei den Delikten, die ein Aufbauseminar begründen, zwischen sogenannten A- und B-Verstößen. Ein Aufbauseminar wird angeordnet, wenn gegen ein (schwerwiegenderes) A-Delikt oder zwei (weniger schwerwiegende) B-Delikte verstoßen wurde.

  • Beispiele für A-Delikte sind Alkohol am Steuer, Rotlichtverstöße, Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit um mehr als 20 km/h, Nötigung, Unfallflucht und unterlassene Hilfeleistung.
  • B-Delikte sind beispielsweise das Überfahren von Stoppschildern, Telefonieren am Steuer sowie das Fahren mit abgefahrenem Reifenprofil.

Das Aufbauseminar für Fahranfänger wird an einer Fahrschule absolviert und besteht aus vier Gruppensitzungen mit einer Dauer von jeweils 135 Minuten sowie einer 30-minütigen Fahrprobe. Die Kosten liegen zwischen 250 und 500 Euro.

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