Anhänger

Anhänger sind zum Anhängen an ein Kraftfahrzeug bestimmte und geeignete Fahrzeuge, § 2 Nr. 2 FZV. Sie sind in Deutschland grundsätzlich zulassungspflichtig. Ausnahmen gelten beispielsweise für Anhänger in land- und forstwirtschaftlichen Betrieben sowie Wohnwagen und Baubuden, wenn diese von Zugmaschinen mit einer Geschwindigkeit von nicht mehr als 25 km/h mitgeführt werden. Auch Arbeitsmaschinen und Spezialanhänger zur Beförderung von Sportgeräten oder Tieren für Sportzwecke sind von den Vorschriften über das Zulassungsverfahren ausgenommen, § 3 Abs. 2 FZV.

Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt für Pkw und Lkw bis 3,5 t mit Anhänger innerorts 50 km/h und außerorts (auch auf Autobahnen) 80 km/h, § 3 Abs. 3 StVO. Krafträder und Kraftomnibusse mit Anhänger dürfen auf Autobahnen nicht schneller als 60 km/h fahren. Dies gilt auch für Zugmaschinen mit zwei Anhängern, § 18 Abs. 5 StVO. Durch die Änderung der 9. Ausnahmeverordnung zur StVO erhöht sich die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen für Gespanne mit Anhänger unter bestimmten Voraussetzungen auf 100 km/h.

Diese Ausnahmeregelung gilt nur, wenn

  • das Zugfahrzeug nicht schwerer als 3,5 t ist und über ein Antiblockiersystem (ABS) verfügt
  • der Anhänger für eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h geeignet und ausreichend beladen ist (um ein gutes Fahrverhalten zu gewährleisten)
  • die Anhängerbereifung nicht älter als sechs Jahre und für eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h zugelassen ist.

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