Alkohol Straßenverkehr

Alkohol im Strassenverkehr beeinträchtigt bereits in geringen Mengen das Verkehrsverhalten.

  • Abstände und Geschwindigkeiten können bereits ab ca. 0,3 Promille schlechter eingeschätzt werden. Zusätzlich steigt die Risikobereitschaft.
  • Ab ca. 0,5 Promille treten zudem Gleichgewichts- und Sehstörungen auf. Die Reaktionszeit verlangsamt sich.
  • Verkehrsteilnehmer mit einem Promillewert von ca. 0,8 sind in ihrer Konzentrations- und Sehfähigkeit stark beeinträchtigt. Die Risikobereitschaft nimmt jedoch weiter zu.
  • Ab einer Blutalkoholkonzentration von ca. 1,2 Promille stellen sich Koordinations- und Sprachstörungen ein. Die Fähigkeit der Augen, sich an wechselnde Lichtverhältnisse anzupassen, ist stark eingeschränkt. Oft steigt zudem die Aggressivität des Verkehrsteilnehmers.

Für Fahranfänger in der Probezeit sowie alle sonstigen Fahrer unter 21 Jahren gilt die 0,0-Promille-Grenze. Ansonsten gelten für Kfz-Fahrer folgende Werte:

  • Zeigt der Fahrer eines Kfz, der eine Blutalkoholkonzentration von 0,3 Promille aufweist, Fahrauffälligkeiten (wie Schlangenlinien), liegt relative Fahruntüchtigkeit vor. Der Straftatbestand der Trunkenheit im Verkehr ist verwirklicht, § 316 StGB.
  • Auch ohne Fahrauffälligkeiten liegt bei einer Blutalkoholkonzentration von 0,5 Promille eine Ordnungswidrigkeit vor, § 24a StVG.
  • Ab einem Promillewert von 1,1 liegt absolute Fahruntüchtigkeit vor. Auch ohne Fahrauffälligkeiten ist der Straftatbestand des § 315c Abs. 1 Nr. 1a bzw. § 316 StGB verwirklicht.

Für Fahrrad- und Mofafahrer wird absolute Fahruntüchtigkeit ab 1,6 Promille angenommen. Sämtlichen Verkehrsteilnehmer droht ab diesem Wert, sich einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis unterziehen zu müssen.

Für mehr Informationen lesen Sie die FAQ Alkohol am Steuer

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